Lese-Abenteuer 2016: die Vorbereitungen

In den letzten 2 Jahren habe ich festgestellt, dass ich endlich wieder mehr und vor allem regelmäßig lese – durchschnittlich anderthalb Bücher pro Monat. Deswegen habe ich mich entschieden, mich in 2016 einer Herausforderung zu stellen: 12 Bücher in 12 Monaten, ausgewählt nach bestimmten Gesichtspunkten. Diesmal war das: nur Bücher von weiblichen und/oder nicht-weißen Autor_innen. Dazu habe ich noch ein paar Details über meine Vorlieben und Abneigungen aufgelistet, und dann wurde mein Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen gefragt. Bis gestern war Zeit zum Ideensammeln, ab jetzt geht’s ans Bestellen – denn da ich viele englischsprachige Bücher lese, muss ich teilweise 2 Monate kalkulieren, bis die bei mir angekommen sind. Heute nachmittag habe ich alle Vorschläge, die preislich für mich annehmbar waren, auf Zettel geschrieben und in ca. einer Stunde werde ich auslosen. Ich bin gespannt!

Ein Häufchen kleiner Papierrollen, daneben ein bauchiges Einmachglas

Heute oder morgen werde ich dann die Gewinner-Bücher vorstellen, und hoffentlich im kommenden Jahr auch die Zeit und Muße finden, hier über meinen Fortschritt zu berichten – im besten Falle mit Rezensionen, egal wie kurz oder holperig die vielleicht sein werden. Ich bin leider schwer aus der Übung, und einen literaturwissenschaftlichen Hintergrund habe ich auch nicht – andererseits: muss ich den haben? Verlangen tut es niemand von mir, da bin ich mir sicher. Also sollte ich mich in den Hintern treten und schreiben, anstatt mich selber zu blockieren. Mal schauen was draus wird.

Adventskalender (und Weihnachten) mal anders

Im Forum bei Tausch-Buecher hatte eine Nutzerin die Idee, gemeinsam Adventskalender zu erstellen: jede_r sucht 24 kleine Dinge zusammen, die gut in eine Warensendung passen – Murmeln, Knöpfe, Lesezeichen, Seifenpröbchen oder was auch immer man so an Krempel findet. Schön in Geschenkpapier gewickelt, gehen die Dinger in einem Umschlag an die Organisatorin, werden von ihr nach dem Zufallsprinzip neu zusammengewürfelt und am Ende erhält jede_r einen eigenen Kalender zurück. Es hatten sich ruck-zuck Mitmacher_innen gefunden, und ich bin sehr gespant was ich wohl ab Dezember auspacken werde.
Zur Erinnerung habe ich von meinen Päckchen ein Foto gemacht. Die Blätter links mit Schleife waren noch ein kleines „Extra“ für die Organisatorin, selbstgebastelte Umschläge und AdreßKlebezettel.

Eine Menge kleiner, in Geschenkpapier verpackter Gegenstände

Heiligabend verläuft ab diesem Jahr bei mir auch anders als früher: Ich habe meiner Familie mitgeteilt, dass ich keine Geschenke mehr geben oder erhalten möchte, sondern einen Kuchen mitbringe und das Weihnachtliche für mich an diesem Abend unser Beisammensein und das gemeinsame Essen (meist Fondue, das ist bei uns Tradition) sein wird. Mein Entschluss hat verschiedene Gründe: zum einen sind wir, was Geschenke angeht, nicht gerade die einfachsten Kandidaten, einzuteilen in die Kategorien „anspruchsvoll“, „hat schon alles/will angeblich nix“ oder „schwer einzuschätzen“. Dadurch entstand oft Streß. Zum zweiten mag ich den materialistischen Weihnachtsrummel sowieso nicht, und drittens habe ich auch keine religiöse Beziehung zum Fest. Ich habe gesagt, wenn ich euch etwas schenken will, kann ich das auch an anderen Tagen im Jahr machen. – Und das haben auch alle ohne Kommentar so hingenommen, was mich etwas gewundert hat. Schließlich habe ich mich ja gegen einen jahrzehntealten Brauch der Familie entschieden. Aber gut, wir sind halt alle etwas auf den Mund gefallen und halten Schulterzucken für ein völlig ausreichendes Kommunikationsmittel. Da muss ich mit leben. Mein Papa meinte beim letzten Besuch jedenfalls, er fände das gut. Er hat allerdings etwas Zweifel, ob ich nachher nicht doch jammere, wenn alle um mich herum mit glücklichen Gesichtern Dinge auspacken, oder das „Taschengeld“ das manchmal dabei ist nicht doch vermissen würde wenn die nächste Nebenkostenabrechnung kommt. Zugegeben, das weiß ich selber nicht – ich kann es nur ausprobieren und schauen wie ich mich damit fühle.

Trisomie 21 – A New Outset

Trisomie 21 – A New Outset
Frankreich // 1990 // Final Work LP/CD

Auch auf: Side By Side (1991), The Songs By T21 Vol. 1 (1994) und dem unten genannten Sampler.

Dieses Lied musste ich noch unbedingt in den Musik-Mittwoch schieben, bevor der Tag vorbei ist. Als ich vor Jahren den Sampler Pearls Of Passion erstand, wo es enthalten ist, da ging das Lied komplett an mir vorbei – ich vergaß dass es überhaupt da war. Heute kann ich mir das nicht erklären, denn es ist einfach klasse. 1990 veröffentlicht, enthält es – ebenso wie der The Cure-Klassiker „Disintegration“ – die letzten Pulsschläge der 80er, und über das Schlagzeug könnte man auch New Orders „True Faith“ legen wie eine musikalische Doppelbelichtung. Lederjacke und Kajal rausholen, die Haare hochtoupieren und den DJ um ordentlich Diskonebel bitten – wenigstens innerlich. 🙂